Senioren-Union der CDU: Strom- und Gaspreiserhöhungen treffen ältere Generation

Die Senioren-Union der CDU Deutschlands hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos aufgefordert, seiner Ankündigung, "mit schärferen Instrumenten...den Energie-Konzernen besser auf die Finger schauen" zu wollen, Taten folgen zu lassen: "Die offenkundige Politik des Abkassierens mit angekündigten Preiserhöhungen bis zu zehn Prozent, die große Versorger in diesen Tagen fast unisono ankündigen, darf nicht ohne Folgen bleiben," sagte der Vorsitzende der CDU-Senioren-Organisation, Prof. Dr. Otto Wulff, heute in Berlin. "Es ist vor allem auch die ältere Generation, die von solchen Erhöhungen hart betroffen wird“, betonte der Senioren-Chef. "Denn sie kann diese Erhöhungen nicht durch Beitragssenkungen zum Beispiel bei der Arbeitslosen-Versicherung kompensieren."

Die vom Wirtschaftsminister angekündigte Kartellrechts-Novelle sei "längst überfällig", erklärte Wulff. "Für jeden, der die Situation auf dem Energiemarkt beobachtet, ist längst klar, dass hier in besonders verwerflicher Art und Weise Marktmacht bei der Preisbildung zu Lasten des Verbrauchers missbräuchlich ausgenutzt wird."

Gleichzeitig kündigte der Senioren-Chef eine "Informationsoffensive" an, falls die großen Versorger bei ihren Erhöhungsplänen bleiben würden. "Bisher hat erst einer von zehn Verbrauchern von seinem Recht, den Anbieter zu wechseln, Gebrauch gemacht. Wir werden nicht zögern, die ältere Generation aufzufordern, ihr Recht, einen günstigeren Tarif zu wählen, in die Praxis umzusetzen“, ergänzte Wulff: "Ein Stromversorger ist kein Staat im Staate, der Strompreise wie Steuereinnahmen festsetzt.“

Berlin, 18. Oktober 2007