Senioren Union
Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Standard wiederherstellen
Pressemitteilung der Senioren-Union 41/2008: "Deutsch-im-Grundgesetz" bleibt Thema Drucken E-Mail

Die vom jüngsten Bundesparteitag der CDU erhobene Forderung, die deutsche Sprache als Landessprache im Grundgesetz zu verankern, soll nach dem Willen der Senioren-Union der CDU Deutschlands ein "wichtiges Thema in der politischen Auseinandersetzung bleiben", erklärte der Chef der CDU-Senioren-Organisation, Prof. Dr. Otto Wulff, heute in Berlin.

Gerade in Zeiten der Globalisierung sei ein solches "Identitätszeichen" besonders wichtig. "Der gemeinsame Staat der Deutschen ist im 19. Jahrhundert aus Hunderten von Kleinstterritorien ja erst durch das einigende Band der Sprache entstanden - warum soll man sich dann zu dieser Sprache nicht bekennen?"

Wenn 17 von 27 Staaten der Europäischen Union bereits jetzt die Landessprache in ihre Verfassung aufgenommen hätten, sei es "albern und politischer Unfug", eine solche Forderung als "nationalistisch" zu dämonisieren. Wulff verwies auf das Beispiel Frankreichs, in dessen Verfassung bereits in Artikel 2 postuliert werde: "La langue de la République est le francais." Das werde von keiner Minderheit in Frage gestellt - auch nicht von der starken Gruppe der nordafrikanischen Zuwanderer.

Umso "erstaunlicher" sei für ihn die Reaktion in Deutschland wirkender türkischer Verbände auf die Parteitagsforderung, betonte Wulff. Wenn dort von "Assimilierungsdruck" gesprochen werde, der "mit demokratischen Gepflogenheiten nicht vereinbar" sei, dann bestärke ihn dies in besonderer Weise in der Forderung nach einer Klarstellung durch das Grundgesetz.

"Offenkundig haben diese Verbände noch nicht realisiert, dass das Zeitalter der so genannten 'Gastarbeiter' vorbei ist. Wer mit seinen Angehörigen, mit seinen Kindern und Enkeln dauerhaft in Deutschland leben will, der muss zur Integration bereit sein, die nur über die deutsche Sprache erfolgen kann“, erklärte Wulff, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes ist. "Vor diesem Hintergrund ist die Aufnahme der deutschen Sprache als verbindendes Integrationsmedium ins Grundgesetz geradezu überfällig."

 
Nach oben