Senioren Union
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Senioren-Union der CDU: Führerscheine nicht aufgrund von Vorurteilen entziehen! Drucken E-Mail

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, hat in der Diskussion um Fahrerlaubnisse für ältere Menschen zu „mehr Realitätsbewusstsein und weniger Vorurteilen“ aufgefordert. „Unfälle, die von älteren Autofahrern verursacht werden, sind die absolute Ausnahme - sind aber immer gut für eine knallige Schlagzeile“, sagte Wulff heute in Berlin. „Dass fast ein Drittel aller Autounfälle von unter 25-jährigen verursacht werden, wird achselzuckend zur Kenntnis genommen, weil es halt die Normalität ist!“

Die Zahlen der ADAC-Statistik jedenfalls sprächen eine eindeutige Sprache. Während 28 Prozent aller Unfälle von unter 25-jährigen verursacht würden, liege der Anteil der über 65-jährigen bei nur knapp sechs Prozent, der Anteil der über 75-jährigen sogar nur bei 3,3 Prozent. „Es ist ein Treppenwitz, dass ausgerechnet die Gruppe der sichersten Fahrzeugführer sich immer wieder rechtfertigen muss, wenn sie sich ans Steuer eines Automobils setzen will“, betonte der Chef der CDU-Senioren-Organisation.

In diesem Zusammenhang lehnte Wulff erneut den Vorschlag des Kölner Verkehrsgutachters Prof. Dr. Egon Stephan ab, Senioren nur noch einen eingeschränkten Führerschein für einen Radius von 20 Kilometern rund um den Wohnsitz auszustellen. Wulff: „Maßstab für Ausgabe und Entzug eines Führerscheins kann immer nur das anhand der Flensburger Statistik nachweisbare verantwortungsvolle Fahren sein...“.

Wer gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, ein Fahrzeug zu führen - unabhängig von jeder Altersvorgabe -, „der muss den Führerschein abgeben.“ Wulff: „Das sollte aber nicht eine neue Verkehrsbürokratie entscheiden, sondern einzig und allein der behandelnde Arzt."

Berlin, 02. August 2007

 
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