Senioren Union
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Senioren-Union: Erinnerung an CDU-Großdemonstration vor 25 Jahren Drucken E-Mail

Die Senioren-Union der CDU Deutschlands wird im kommenden Jahr mit einer besonderen Veranstaltung an den 25. Jahrestag der Bonner Demonstration für Frieden und Freiheit erinnern. Am 5. Juni 1982 waren mehr als 100.000 Menschen einem Aufruf des damaligen CDU-Vorsitzenden und Oppositionsführers im Deutschen Bundestag, Helmut Kohl, gefolgt und hatten unter dem von Generalsekretär Heiner Geißler geprägten Motto „Frieden schaffen mit immer weniger Waffen“ ein Bekenntnis zur NATO, zur deutschen Einheit und zur Zugehörigkeit zum freien Europa abgelegt.

„Zu jener Zeit war dies die größte antikommunistische Demonstration Westeuropas, und sie führte zu dem öffentlichen Stimmungsumschwung, der schließlich den Amtsverlust des in seiner Partei in der Nachrüstungsfrage ohne Mehrheit agierenden Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD), die Eindämmung der aggressiven sowjetischen Rüstungspolitik und letztlich den Zusammenbruch des kommunistischen Unrechtssystems in Mittel- und Osteuropa bewirkte,“ sagte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff zur Begründung heute in Berlin. Die Kundgebung sei auch ein „eindrucksvolles Zeichen“ für die Entschlossenheit aller freiheitsliebenden Bürger der Bundesrepublik Deutschland gewesen, nicht vor den Raketen-Drohungen des sowjetischen KP-Chefs Breschnews zurückzuweichen.

Wie richtig die CDU damals in der Einschätzung der internationalen Lage gewesen sei, zeige das „geradezu gespenstische Schweigen der heutigen Linken über ihre damaligen sowjetfreundlichen Aktivitäten, “ sagte Wulff. „Offenkundig wollen die damals Verantwortlichen nicht mehr daran erinnert werden, welche unrühmliche Rolle sie bei der so genannten antiamerikanischen ‚Friedensdemonstration’ wenige Monate vorher am 10. Oktober 1981 gespielt hatten!“ Die – wie sich nach Öffnung der Stasi-Akten herausstellte – in wesentlichen Teilen von Ost-Berlin finanzierte und gesteuerte – angebliche „Friedensdemonstration“ sei, so Wulff, „über viele Jahre zum Mythos hochstilisiert worden und ist heute offenkundig den vielen Mitläufern der Linken selbst peinlich geworden.“

„Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass dieser Einsatz für Frieden und Freiheit und für die Verankerung Deutschlands im westlichen Bündnis ein wesentlicher Schritt auf dem Wege zur Freiheit für ganz Europa und zur Wiedervereinigung unseres Kontinents war, “ betonte Wulff. „Dieser Einsatz verdient umso mehr Respekt, als er damals gegen eine linke Einheitsfront und gegen große Teile der veröffentlichten Meinung erfolgen musste. Aber die Geschichte hat uns schließlich Recht gegeben.“

Berlin, 28. Dezember 2006

 
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